Gezielte Nachfrage auf der Fsf-Mitmachbörse

Freund statt fremd Mitmachbörse: Wir suchen derzeitDie große Welle der Hilfsbereitschaft ist abgeebbt. Das merkte auch Freund statt fremd am Samstag, den 18. Juni, bei seiner Mitmachbörse: Gut 20 Interessierte kamen in den Heinrichsaal des Erzbischöflichen Jugendamtes, um sich über die Möglichkeiten ehrenamtlicher Tätigkeit im Bereich der Flüchtlingshilfe zu informieren – im Februar war das Interesses noch um ein Vielfaches größer.

Alle AKs im Saal
Alle AKs im Saal

„Die Situation der Flüchtlinge ist kein großes Thema mehr, die aufwühlenden Bilder von zigtausenden geflüchteten Menschen sind nicht mehr andauernd präsent“, spekuliert eine AK-Sprecherin über die aktuelle Situation. „Die Bürgerinnen und Bürger sind in gewisser Weise gesättigt und wollen mit der Thematik nichts mehr zu tun haben.“ Dabei beginne die eigentliche Integrationsarbeit jetzt erst und es werden weiterhin Helferinnen und Helfer gebraucht werden. Die wenigen interessierten Gäste zeigten denn auch, dass sich die Art der Hilfsbereitschaft verändert hat: „Ich war länger im Ausland und möchte mich jetzt gerne einbringen. Dazu würde ich auch aus Forchheim nach Bamberg kommen“, erzählt eine Erlanger Studentin, die zusammen mit ihrer Mutter eigens zur Mitmachbörse angereist war. Ähnlich wie eine Bamberger Psychologie-Studentin verbringt sie viel Zeit im Saal und spricht mit fast allen AK-Sprecherinnen über die verschiedenen Projekte, in denen man sich auf ganz unterschiedliche Weise engagieren kann. Ein Soziologie-Student war wegen eines Praktikums gekommen – auch das ist im Einzelfall möglich bei Freund statt fremd.

PraktikumsinteressentPaten händeringend gesucht

Die Ehrenamtskoordinatorin berät die Leute gleich am Eingang. Dort empfängt die Interessenten auch eine Tafel mit den wichtigsten und dringendsten Angeboten: Das Patenschaftsprogramm sucht händeringend Paten. Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer werden praktisch immer gebraucht. Die Asylbewerber brauchen Wohnungen und Jobs – zwei Arbeitskreise suchen speziell hierfür Helferinnen und Helfer. Aber Unterstützung sucht Freund statt fremd auch für Sportangebote, Transportdienste oder die Organisation von Freizeitaktivitäten – die Liste ist lang.

„Diejenigen, die heute da waren, haben großes Interesse mitgebracht und wussten schon sehr viel über den Verein. Wenn sie uns als Helferinnen und Helfer erhalten bleiben, hat sich der Vormittag für uns gelohnt“, findet die Ehrenamtskoordinatorin.

Monica Fröhlich

Info:

Wer sich engagieren möchte, findet hier die Kontaktdaten der Arbeitskreise: freundstattfremd.de/arbeitskreise/
Wer vorher eine persönliche Beratung oder genauere Informationen wünscht, kann sich auch an die Ehrenamtskoordinatorin wenden. Kontakt: + 49 157 3229 2836 oder ehrenamt@freundstattfremd.de.