9. Sind die Sozialleistungen für Asylsuchende zu hoch?

Asylsuchende erhalten das Existenzminimum, wie es das Bundesverfassungsgericht für alle Menschen in Deutschland vorsieht. Tatsächlich erhalten sie allerdings weniger als deutsche Sozialleistungsempfänger, zum Beispiel nur eine eingeschränkte Versorgung bei Schmerzen und akuten Krankheiten. Auch dürfen sie ihren Wohnsitz zunächst nicht frei wählen und müssen in Massenunterkünften leben. Arbeiten dürfen sie erst nach drei Monaten.

Das so genannte Taschengeld für Asylsuchende in Höhe von 4,60 Euro am Tag aus Abschreckungsgründen zu kürzen, wäre grundgesetzwidrig. Wenn jemand in seiner Heimat keine Lebensperspektive hat oder um sein Leben fürchtet, wird ihn eine Taschengeldkürzung in Deutschland nicht von einer Flucht abhalten. (Quelle: Diakonie Deutschland)