Was diesen Tag so besonders gemacht hat, war nicht nur das gemütliche Beisammensein bei Kaffee und Kuchen – sondern vor allem der Austausch, das gegenseitige Zuhören und die vielen inspirierenden Beiträge von Frauen, die ihre Erfahrungen, Gedanken und Hoffnungen miteinander geteilt haben
Frauenrechte – Ein Thema, das uns alle betrifft
Zum Einstieg in den Nachmittag gab Margit einen spannenden Einblick in die Geschichte der Frauenrechte. Dabei wurde deutlich, dass viele Rechte, die für uns heute selbstverständlich erscheinen, noch gar nicht so lange existieren.
Auch in Deutschland mussten Frauen lange dafür kämpfen – zum Beispiel für das Wahlrecht oder für Gleichberechtigung im Alltag. Der Vortrag machte deutlich, warum es weiterhin wichtig ist, aufmerksam zu bleiben und für die Rechte von Frauen einzustehen.
Die Beiträge der Frauen aus verschiedenen Ländern zeigten außerdem, dass weltweit noch viel zu tun ist. Umso wichtiger ist es, dass Frauen sich gegenseitig stärken, ihre Stimmen erheben und gemeinsam Veränderungen anstoßen.
Stimmen und Geschichten aus der ganzen Welt
Mitra Sharifi überbrachte die Grüße des Migrantinnen- und Migrantenbeirates der Stadt Bamberg. In ihrem Beitrag las sie ein Gedicht der iranischen Lyrikerin Forough Farrokhzad. Dabei erinnerte sie an die mutigen Frauen im Iran, die für Freiheit und Selbstbestimmung kämpfen. Nach dem grausamen Massaker im Januar sind viele Menschen dort nun zusätzlich von Krieg betroffen. Mitra Sharifi sprach über die Situation der Frauen, die zwischen Trauer, Sorgen und der Hoffnung auf Frieden und Freiheit leben – und trotz allem nicht aufgeben.
Wir freuen uns sehr, dass so viele Teilnehmerinnen das Fest mit persönlichen Beiträgen bereichert haben. Es ist wunderbar zu sehen, wie viele Frauen den Mut haben, ihre Perspektiven und Erfahrungen mit uns zu teilen.
Safia sprach über die Situation von Frauen in Afghanistan und es wurde ein wunderbares Kunstprojekt vorgestellt: ein selbst gestaltetes Plakat gegen die Geschlechtertrennung in Afghanistan, verbunden mit einer Unterschriftensammlung.
Auch die Unterstützung von Bildungsprojekten wurde thematisiert. Sodaba informierte über die Kaaj Girls School, die Mädchen und Frauen in Afghanistan Online-Unterricht ermöglicht und ihnen so Zugang zu Bildung gibt.
Diese Beiträge machten deutlich, dass der Einsatz für Frauenrechte weltweit weiterhin von großer Bedeutung ist – und dass Solidarität über Ländergrenzen hinweg Kraft geben kann.
Jede Frau ist einzigartig
Gemeinsam mit Nancy haben wir uns Zeit genommen, darüber nachzudenken, was jede einzelne von uns besonders macht. Auf kleinen Karten haben wir unsere Stärken und Eigenschaften festgehalten – zum Beispiel: Ich bin kreativ, ich kann neue Dinge lernen, ich bin mutig. Eine schöne Erinnerung daran, wie vielfältig und wertvoll jede einzelne Frau ist.
Musik, Kunst und kreative Begegnungen
Auch musikalisch war das Fest ein echtes Erlebnis.
Fatima aus Syrien begeisterte uns mit arabischen Klängen und dem bekannten Lied „Bella Ciao“, das viele zum Mitsingen und Mitfühlen einlud.
Olha und Anastasiia sangen mit ihren wundervollen Stimmen über die Stärke der ukrainischen Frauen seit dem Beginn des Krieges und über die Herausforderungen, die damit verbunden sind. Ihre Lieder haben viele von uns tief bewegt.
Ein weiteres Highlight war Bayan, die mit ihren wunderschönen Henna-Künsten kunstvolle Muster auf unsere Hände zauberte.
Parallel dazu konnten Kinder – und natürlich auch Frauen – kreativ werden und gemeinsam u. a. Ramadan-Laternen basteln.

















Gemeinsam das Fasten brechen – Iftar
Zum Sonnenuntergang haben wir gemeinsam Iftar gefeiert.
Iftar ist das gemeinsame Abendessen während des Fastenmonats Ramadan, mit dem das tägliche Fasten bei Sonnenuntergang beendet wird. Es ist ein Moment des Zusammenkommens, des Teilens und der Gemeinschaft.
Die Frauen hatten viele verschiedene Speisen aus ihren Herkunftsländern mitgebracht. So entstand ein buntes Buffet mit Köstlichkeiten aus unterschiedlichen Kulturen – ein wunderbares Beispiel dafür, wie Vielfalt Menschen zusammenbringen kann.
Danke für diesen besonderen Tag
Jede Frau erhielt als kleines Zeichen der Wertschätzung eine Rose – stellvertretend für die Dankbarkeit gegenüber allen Frauen, die diesen Tag mit ihren Geschichten, Beiträgen, ihrer Musik und ihrer Offenheit so besonders gemacht haben.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Frauen aus den vielen verschiedenen Ländern, die dieses Fest mit Leben gefüllt haben, sowie allen Helferinnen und Helfern, die bei der Organisation und Durchführung des Internationalen Frauenfestes mitgewirkt haben.
Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste gemeinsame Fest – und darauf, die vielen Ideen, die an diesem Tag entstanden sind, gemeinsam mit euch weiterzuführen und umzusetzen. Gemeinsam können wir viel bewegen.
Ein herzlicher Dank geht an unsere Förderer, insbesondere an das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, deren Unterstützung solche Projekte erst möglich macht.
