Alice Hasters las und diskutierte im vollen Kapitelsaal

Wie wollen wir in Bamberg miteinander leben? Wie gehen wir mit Verletzlichkeit, unterschiedlichen Erfahrungen und gesellschaftlichen Konflikten um? Und was braucht es für ein Miteinander, das nicht von Härte und Abgrenzung, sondern von Verbundenheit geprägt ist? Diesen Fragen widmet sich Freund statt fremd e. V. in Kooperation mit dem Evangelischen Dekanat Bamberg bei einem besonderen Abend mit der Autorin und Journalistin Alice Hasters.
Ein voll besetzter Kapitelsaal, rund 160 interessierte Gäste und ein Abend voller Austausch und Diskussion: Die Lesung mit der Autorin und Journalistin Alice Hasters am Donnerstag, 17.9.2026, im Stephanshof stieß auf große Resonanz.

Nach einem Grußwort von Bürgermeister und Sozialreferent Jonas Glüsenkamp begann der Abend mit einer Lesung aus Alice Hasters’ Buch Anti Opfer. Anschließend fand zunächst ein Gespräch mit der Autorin statt, bevor das Publikum Gelegenheit bekam, sich mit eigenen Fragen und Diskussionsbeiträgen einzubringen.

Alice Hasters überzeugte dabei mit ihrer offenen, reflektierten und erfrischenden Art. Sie vermittelte nicht den Eindruck, auf komplexe gesellschaftliche Fragen die eine endgültige Antwort zu haben. Vielmehr regte sie dazu an, unterschiedliche Perspektiven und Lebensrealitäten mitzudenken, eigene Sichtweisen zu hinterfragen und immer wieder miteinander ins Gespräch zu kommen.
Dabei ging es auch um die Frage, wie gesellschaftlicher Zusammenhalt gelingen kann. Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus dürfen dabei keinen Platz haben. Auch das Diffamieren von Menschen, die zu Opfern von Ausgrenzung oder Gewalt geworden sind, sei ein gesellschaftliches Problem und trage nicht zur Lösung bei. Umso wichtiger seien Räume, in denen unterschiedliche Erfahrungen sichtbar werden, zugehört wird und ein offener, respektvoller Diskurs möglich ist.
 
Dass das Publikum großen Gesprächsbedarf hatte, zeigte sich deutlich: Die zahlreichen Fragen und Diskussionsbeiträge sorgten dafür, dass der Abend deutlich länger dauerte als ursprünglich geplant. Auch im Anschluss nahm sich Alice Hasters noch viel Zeit für Gespräche und das Signieren ihrer Bücher.
 
Organisiert wurde die Veranstaltung von Freund statt fremd e. V. in Kooperation mit dem Evangelischen Dekanat Bamberg. Gefördert wurde sie durch den Unterstützungsfonds der Stadt Bamberg.
 

Danke, liebe Alice, für diesen besonderen Abend – und dafür, dass du dir auch im Anschluss Zeit für Gespräche und das Signieren der Bücher genommen hast!

Text: Simone Oswald / Bilder:  j.g.hofmann / Video: Jochen Zerbes