Im Mittelpunkt der Lesung am Donnerstag, 17. September 2026 im Kapitelsaal des Stephanshofs, stand Hasters neues Buch Anti Opfer – Warum wir Verletzlichkeit verachten, das im April erschienen ist. Sie beschreibt darin einen gesellschaftlichen Wandel, in dem Härte zunehmend als Stärke gilt, während Menschen, die als verletzlich oder „zu empfindlich“ wahrgenommen und z.T. abgewertet werden. Sie fragt, was mit einer Gesellschaft passiert, in der Sensibilität als Schwäche und das Recht des Stärkeren als selbstverständlich gilt – und stellt dieser Entwicklung die Bedeutung von Verbundenheit und Zusammenhalt entgegen.
Ein Thema, das viele berührt: An diesem besonderen Bamberger Abend war der Kapitelsaal mit rund 160 Menschen brechend voll – und es war vor allem eines zu spüren: echtes Interesse, Offenheit und Lust auf Austausch.
Alice Hasters gab mit ihrer offenen, reflektierten und erfrischenden Art viele Denkanstöße – ohne den Anspruch, auf alles eine fertige Antwort zu haben. Stattdessen ging es ums Zuhören, Hinterfragen und miteinander ins Gespräch kommen.
Und genau das wurde auch gelebt: Das Publikum hat sich beteiligt, diskutiert und nachgefragt. So rege, dass der Abend kurzerhand länger wurde als geplant.
Danke, liebe Alice, für diesen besonderen Abend – und dafür, dass du dir auch im Anschluss Zeit für Gespräche und das Signieren der Bücher genommen hast!
Text: Simone Oswald / Bilder: (c) j.g.hofmann
