Viele interessierte Helfer bei der Mitmachbörse

Am Samstag, 20.02.2016, fand die erste Mitmachbörse von Freund statt fremd e. V. im Heinrichsaal in der Kleberstraße 28 statt. Diese Veranstaltung bietet Interessierten die Möglichkeit, Informationen über die Arbeit des Vereins zu erhalten und einen Einstieg in die ehrenamtliche Arbeit zu finden.

Trotz des deprimierenden Wetters machten sich am Samstag circa 150 Menschen durch den Schneeregen auf den Weg zur Mitmachbörse, um sich zu informieren und herauszufinden wie man sich in der Flüchtlingshilfe einbringen kann. Jeder Arbeitskreis des Vereins war durch einen eigenen Stand vertreten und bot so die Möglichkeit, Fragen der interessierten Helfer direkt zu beantworten und Kontakte zur Zusammenarbeit zu knüpfen. Die Mitmachbörse löst die Erstinformationsabende ab, damit der Verein sich in Zukunft vier Mal jährlich umfangreicher und interaktiver vorstellen kann und Interessierte sich gezielter informieren können.

Wir Mitglieder des Vereins freuen uns über eine absolut gelungene Veranstaltung, die sehr gut angenommen wurde. Es wurden konstruktive Gespräche geführt und wir haben tolle Menschen kennengelernt, die gute Ideen im Gepäck hatten.

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Auch wenn es unterschiedliche Auslöser gab, weshalb die Besucher entschieden haben, sich zu engagieren, haben doch alle dieselbe Intention: Hilfsbedürftige zu unterstützen und die Integration zu fördern. Die 15-jährige Alena hat zum Beispiel im Zuge des Netzwerks „Lernen durch Engagement“ (Service-Learning) bereits erste Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Flüchtlingen gesammelt. In einem einwöchigen Schulprojekt besuchte ihre Klasse Flüchtlinge in einer Bamberger Unterkunft, spielte und bastelte mit ihnen und beteiligte sich an den Aktivitäten des Arbeitskreises Sport. Die Erlebnisse der Woche zeigten Alena, wie viel Spaß ehrenamtliches Engagement machen kann und motivierten sie dazu sich eingehender über die Arbeit mit Flüchtlingen zu informieren und sich daran zu beteiligen.

Auch die beiden Studentinnen Ebru und Katharina haben bereits Erfahrungen in der Flüchtlingshilfe. Während Ebru im Auslandssemester in der Türkei viel von der Thematik mitnehmen konnte und sich entschloss sich in der deutschen Heimat weiterhin einzusetzen, gibt Katharina Flüchtlingen Nachhilfe. Erst einmal müssen sie sehen, wie viel Zeit neben anderen Projekten, Arbeit und Studium noch bleibt, um sich zu engagieren. Durch die Mitmachbörse konnten sie im persönlichen Gespräch mit anderen Helfern einen ersten Einblick gewinnen und Informationen abseits der Website sammeln.

Wir freuen uns aber auch, dass wir viele Besucher hatten, die sich bisher noch nicht mit dem Thema Flüchtlingshilfe beschäftigt hatten. Für alle Freiwilligen gilt: der Zeitaufwand muss nicht riesig sein und es wird von niemandem erwartet, die komplette Freizeit für die ehrenamtliche Arbeit zu opfern. Wenn viele Menschen sich ein bisschen einbringen und die Arbeit gut aufteilen, kann gemeinsam viel erreicht werden! Je mehr helfen, desto besser.

Angela Dzida

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